Auf des Messers Schneide: Niedriginflation, aber keine Deflation

 

Seit Anfang März haben wir es schwarz auf weiß: Mario Draghi sieht keine Deflationsgefahr für die Eurozone. Obwohl die EZB bis 2016 eine Preissteigerungsrate von deutlich unter 2% prognostiziert und somit auch für die nächsten  Jahre unter ihrem selbstgesteckten Ziel liegen wird, reagiert sie bislang nur mit einem Schulterzucken. Wie ist dies zu erklären? Weiterlesen

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Raum und Stillstand

 

Stagnation ist auch im Weltraum keine Option

Obwohl die Kosmologie schon lange keine philosophische Disziplin mehr ist, sondern spätestens seit Newton (der einige ganz lausige philosophische Auffassungen vertrat) ganz den Physikern überlassen wurde, ist dort keine Ruhe eingekehrt. Im Gegenteil, alle paar Jahre ändert sich die Mehrheitsmeinung über das Woher, das Wohin und den aktuellen den Zustand unserer Welt, was beim interessierten Laien die Vermutung nahe legt, dass es sich bei der Physik um eine nicht weniger spekulative Wissenschaft handelt als bei der Philosophie – nur die Vermarktung ist professioneller. Der Physiker kann seine Meinung – sehr zum Neid der Philosophen – mit bunten Formeln ausrechnen und mathematisch begründen und hat dadurch einen unbestreitbaren Vorsprung an Seriosität. Weiterlesen

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Caveat Emptor

 

Jedes Jahr aufs Neue erweist es sich, dass sich an den Finanzmärkten wenig, um nicht zu sagen: nichts, ändert.

Beklagten wir nicht in den Jahren 2008 und 2009, dass in der schönen Verpackung eines Immobilienkredits in den USA allerlei Ramsch und Schrott verkauft wurde, den die Banken nicht mehr auf den eigenen Büchern haben wollten? Schworen wir nicht, dies dürfe nie wieder passieren – uns erst recht nicht? Wollten wir nicht zukünftig solide und wertbeständig investieren, anständiger werden, rundum besser? Weiterlesen

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Die Meinung der Anderen

 

Das Börsenblatt ist einst entstanden, weil ein Kunde stets genau über den Zustand der Märkte informiert sein wollte unter Berücksichtigung des großen Ganzen der Zeitläufte. Also entstand das vorliegende Format, in welchem ich, möglichst weit ausholend, den Zustand der Finanzmärkte im Allgemeinen und – meist mehr angedeutet als ausbuchstabiert – die konkrete Umsetzung der Weltsicht in Kauf- und Verkaufsentscheidungen darlege. Weiterlesen

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Das Kreuz mit dem Konsens

 

Ich gebe ja zu, wir sind derzeit auch lieber in Aktien als in Anleihen investiert. Alle makroökonomischen Daten und Trends sprechen dafür und wirklich teuer sind Aktien noch nicht. Also gehen wir mit dem Trend. Weiterlesen

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Eine Ahnung von Stagnation

 

In der Ideengeschichte unterscheiden wir zwischen zwei Arten von Denkern: Auf der einen Seite die esprits simplistes, welche davon ausgehen, dass es einfache Lösungen gibt für alle Arten von Problemen. Das beste Beispiel sind hier die Philosophen der Aufklärung, von Leibniz bis Voltaire. Ihnen stehen die Bedenkenträger gegenüber, im Extremfall vom Schlage eines Hamlet, welche einen Sinn für die Komplexität der Zusammenhänge haben und bei dem Gedanken, in einer undurchschaubaren Situation zu einer Ent-scheidung kommen zu müssen, schnell depressiv werden.[1] Weiterlesen

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Auf dem Läuterungsberg

 

Wie der, der eifrig zu gewinnen strebt,
wenn zum Verlieren nun die Zeit gekommen,
in Kümmernis und tiefem Bangen lebt

Dante (1265-1321)

Heute erklären wir die diesjährigen Nobel-preise für Wirtschaftswissenschaften anhand von Dantes Göttlicher Komödie. Diese muss, wie wir schon öfters bemerkt haben, stets griffbereit auf dem Schreibtisch eines Investors liegen. Darin schildert Dante, wie er in einer akuten Lebenskrise auf Vergil, wahrscheinlich Roms größten Dichter trifft, der ihn auf die rechte Bahn bringt, indem er ihn zunächst nach unten durch die Hölle (Inferno), dann  den Läuterungsberg (Purgatorio) empor, und schließlich in die Arme seiner Jugendliebe Beatrice führt, welche als Belohnung eine etwas langatmige Führung durch das Paradies bereit hält. Weiterlesen

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Phaidros in der New York Times

 

Unser Fonds, den die Deutsche Bank kürzlich als einen von sieben Zielfonds für ihren „Best Managers“ Dachfonds ausgewählt hat, ist nach Platons Dialog „Phaidros“ benannt, welchem die New York Times gestern einen langen und lesenswerten Kommentar gewidmet hat:

http://opinionator.blogs.nytimes.com/2013/11/03/when-socrates-met-phaedrus-eros-in-philosophy/?hp&rref=opinion

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Der fragile Aufschwung

 

Vielen Unkenrufen zum Trotz erleben die Industrieländer in den letzten Wochen eine Zunahme der wirtschaftlichen Dynamik. Die Einkaufsmanagerindizes befinden sich auf dem höchsten Stand seit April 2011 und sind über die letzten Monate sukzessive angestiegen (vgl. Grafik 1). Zusammen mit dem wieder erstarkten Konsumentenvertrauen (selbst in Ländern wie Italien) deutet diese Entwicklung auf eine fortdauernde wirtschaftliche Belebung im weiteren Jahresverlauf hin. Diese ist gerade in der Eurozone nach 6 negativen Quartalen bitter nötig. Weiterlesen

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Themenwechsel: China

 

Wenn Du lange genug an einem Fluss wartest, schwimmen die Leichen Deiner Feinde an Dir vorbei.

Chinesische Volksweisheit

Die Kapitalmärkte sind nervöse Gebilde, die immer schon die nächste Geschichte wittern, noch bevor die alte zu Ende erzählt ist. Dies zeigt sich derzeit an der Krise Europas und den unkonventionellen Maßnahmen der Zentralbank in den USA, welche die Märkte in den letzten Jahren bewegt haben. Es wurde intensiv der Untergang der Eurozone bzw. ein kurz bevor stehender Ausbruch einer Hyperinflation diskutiert. Groß war die allgemeine Angst und attraktiv war das Gold als einzig denkbare Fluchtburg. Weiterlesen

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